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Website-Kosten Schweiz 2026: Was eine Firmenwebsite kostet

Von Manuel HedingerWebentwicklung · 6 Min. Lesezeit
Taschenrechner und Skizze einer Firmenwebsite auf einem Schreibtisch
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«Was kostet eine Website?» hat keine Antwort, die für alle Betriebe gilt. Ein Onepager kostet einen Bruchteil einer Plattform mit Kundenbereich, und zwischen den beiden liegt ein Faktor von über 50. Wer drei Offerten einholt, erhält oft drei Preise, die sich um das Zwei- bis Dreifache unterscheiden, weil jede etwas anderes enthält.

Dieser Beitrag nennt die Preisspannen, die 2026 in der Schweiz veröffentlicht sind, zeigt die laufenden Kosten, die in Offerten gern fehlen, und erklärt, woran Sie erkennen, ob ein Angebot vergleichbar ist.

Was eine Website in der Schweiz 2026 kostet

Beyondweb hat für seine Preisauswertung 161 Webagenturen geprüft. Nur bei 36 liessen sich konkrete Preise ableiten, die übrigen nennen keine. Die Spannen daraus:

  • Onepager: ab rund CHF 500
  • Einfache Website bis 10 Seiten: ab rund CHF 900
  • Website für eine bestimmte Zielgruppe mit mehr Inhalt und Funktionen: ab rund CHF 7 500
  • Webplattform mit komplexen Funktionen: ab rund CHF 30 000

Diese Zahlen sind Einstiegspreise, keine Durchschnitte, und die Stichprobe ist klein. Sie zeigen, in welcher Grössenordnung die Preise liegen. Ein konkretes Budget ersetzen sie nicht. Beyondweb ist selbst eine Agentur, die Zahlen sind also keine neutrale Erhebung.

Die Lücke zwischen CHF 900 und CHF 7 500 erklärt sich meist durch drei Dinge: wer die Texte und Bilder liefert, ob das Design individuell entsteht oder aus einer Vorlage kommt, und wie viel Strategie vor der Umsetzung steht.

Stundensätze: Agentur, Freelancer, Einzelunternehmen

Bei Projekten nach Aufwand zählt der Stundensatz. Beyondweb nennt für Agenturen CHF 120 bis 250. Der Schweizer Stundensatz-Leitfaden von Magic Heidi nennt für Webentwicklung bei Freelancern CHF 80 bis 200, abhängig von der Spezialisierung.

Ein tieferer Satz ist nicht automatisch günstiger. Wer pro Stunde weniger verlangt, aber doppelt so lange braucht, oder wer Texte, Design und Technik an drei Stellen einkaufen lässt, zahlt am Ende mehr. Fragen Sie deshalb nach einem Festpreis für einen klar beschriebenen Umfang, nicht nur nach dem Satz.

Eine Agentur lohnt sich eher bei grösseren Projekten mit mehreren Beteiligten, einem Designsystem oder Ausfallsicherheit durch Vertretung. Für eine schlanke Firmenwebsite mit zehn bis zwanzig Seiten reicht in der Regel eine erfahrene Einzelperson.

Laufende Kosten: Domain, Hosting, Wartung

Die Erstellung ist nur ein Teil. Über drei Jahre kommen diese Posten dazu:

  • Domain: rund CHF 15 bis 30 pro Jahr für eine .ch-Domain.
  • Hosting: bei einfachen Websites im tiefen dreistelligen Bereich pro Jahr, je nach Anbieter und Standort. Prüfen Sie die aktuellen Preise direkt beim Anbieter, sie ändern sich häufig.
  • Wartung und Updates: Beyondweb nennt CHF 25 bis 250 pro Monat, also CHF 300 bis 3000 pro Jahr.
  • Inhaltliche Änderungen: Neue Seiten, Preise oder Teammitglieder kosten entweder Ihre Zeit im Redaktionssystem oder Aufwand beim Dienstleister.

Ein Rechenbeispiel zur Orientierung: Eine einfache Website für CHF 900 mit Wartung zu CHF 25 pro Monat kostet über drei Jahre rund CHF 1 800 plus Hosting und Domain. Bei einer Website für CHF 7 500 mit Wartung zu CHF 100 pro Monat sind es nach drei Jahren rund CHF 11 100, ebenfalls ohne Hosting und Domain. Die Betriebskosten machen im zweiten Fall knapp ein Drittel aus.

Für Webanwendungen rechnet Edana mit 15 bis 25 % des Anfangsbudgets pro Jahr für Wartung. Das gilt für Software mit Datenbank und Benutzerkonten, nicht für eine klassische Firmenwebsite, zeigt aber, dass der Betrieb mit der Komplexität wächst.

Woran die Preise von Offerten hängen

Bevor Sie Angebote vergleichen, klären Sie diese Punkte schriftlich:

  1. Inhalte: Wer schreibt die Texte, wer liefert Fotos? Professionelle Texte und Bilder können so viel kosten wie die technische Umsetzung.
  2. Design: Vorlage mit Anpassungen oder individuelles Design?
  3. Umfang: Anzahl Seiten, Sprachen, Formulare, Blog, Anbindung an Kalender, CRM oder Shop.
  4. Datenschutz: Datenschutzerklärung, Einwilligungslösung, Standort der Server. Wer Analyse ohne Cookies einsetzt, spart sich oft den Banner (siehe Cookie-Banner-Pflicht Schweiz).
  5. Betrieb: Was ist nach dem Start inbegriffen: Updates, Backups, Überwachung, Support?
  6. Eigentum: Gehören Ihnen Code, Texte und Domain, und können Sie jederzeit zu einem anderen Anbieter wechseln?

Ein Angebot, das diese Punkte nicht beantwortet, ist kein Vergleichsmassstab. Der tiefste Preis ist dann meist der mit dem kleinsten Umfang.

Wann günstig teuer wird

Drei Muster führen in der Praxis zu Nachzahlungen:

Der Baukasten ohne Ausstieg. Monatsgebühren laufen unbefristet. Über fünf Jahre kommen bei CHF 30 pro Monat CHF 1 800 zusammen, und ein Umzug auf ein anderes System heisst oft, die Website neu zu bauen.

WordPress ohne Pflege. Das System selbst ist solide, die Risiken liegen in den Erweiterungen. Patchstack zählte 2025 rund 11 300 neue Schwachstellen im WordPress-Umfeld, 91 % davon in Plugins. Der Kern von WordPress war mit sechs Meldungen kaum betroffen. Ohne regelmässige Updates wird jedes Plugin zum Einfallstor. Einen ausführlichen Vergleich finden Sie im Beitrag Statische Website vs. WordPress.

Die Website als Einmalprojekt. Inhalte veralten, Technik altert. Wer erst nach fünf Jahren wieder investiert, zahlt einen kompletten Neubau statt kleiner Anpassungen. Wann das so weit ist, beschreibt der Beitrag Website-Relaunch: Wann und wie?.

Wann sich eine einfachere Lösung lohnt

Nicht jeder Betrieb braucht eine individuelle Website. Ein Baukasten oder eine Vorlage genügt, wenn:

  • Sie nur Adresse, Öffnungszeiten und Kontakt zeigen müssen,
  • Sie die Seite selbst pflegen und keine besonderen Anforderungen an Ladezeit oder Datenschutz haben,
  • die Website nicht aktiv Anfragen gewinnen soll.

Eine massgeschneiderte Umsetzung rechnet sich, wenn die Website ein Verkaufskanal ist, wenn sie in Suchmaschinen gefunden werden muss oder wenn Anbindungen an andere Systeme nötig sind. Dann zählen Ladezeit, saubere Struktur und tiefe Betriebskosten mehr als der Einstiegspreis.

Betriebskosten tief halten

Statische Websites werden beim Erstellen fertig gebaut und ausgeliefert, es gibt weder Datenbank noch Plugins, die gepatcht werden müssen. Das senkt Wartungsaufwand und Angriffsfläche, und das Hosting bleibt günstig. Der Nachteil: Inhalte ändern sich nicht per Klick im Browser, sondern über den Dienstleister oder einen eingerichteten Redaktionsablauf. Für Firmenwebsites, die sich selten ändern, ist das ein guter Kompromiss.

Hedinger-Digital setzt statische Websites so um, dass Ihnen Code, Inhalte und Domain gehören und die laufenden Kosten vorab feststehen.

So gehen Sie als Nächstes vor

  1. Schreiben Sie auf, welche Seiten, Sprachen und Funktionen Sie brauchen.
  2. Klären Sie, wer Texte und Bilder liefert.
  3. Holen Sie zwei bis drei Offerten mit denselben Angaben ein und verlangen Sie den Betrieb ab dem ersten Tag mit Preis.
  4. Rechnen Sie die Gesamtkosten über drei Jahre, nicht nur den Einmalpreis.

Wenn Sie eine Einschätzung zu Ihrem Vorhaben wünschen, beschreiben Sie es über das Kontaktformular. Sie erhalten eine ehrliche Auskunft, auch dann, wenn ein Baukasten die bessere Lösung wäre.

Häufige Fragen

Was kostet eine einfache Firmenwebsite in der Schweiz?

Laut einer Preisauswertung von Beyondweb (2026) beginnen Onepager bei rund CHF 500 und einfache Websites bis 10 Seiten bei rund CHF 900. Das sind Einstiegspreise von Anbietern mit veröffentlichten Preisen. Sobald Texte, Fotos, Mehrsprachigkeit oder Anbindungen dazukommen, liegen realistische Budgets deutlich höher.

Was kostet eine Website pro Jahr im Betrieb?

Domain und Hosting liegen für eine einfache Firmenwebsite im tiefen dreistelligen Bereich pro Jahr. Dazu kommt die Wartung: Beyondweb nennt für Wartungsverträge CHF 25 bis 250 pro Monat, also CHF 300 bis 3000 pro Jahr. Wer keinen Vertrag abschliesst, zahlt Änderungen nach Aufwand.

Agentur oder Freelancer: was ist günstiger?

Der Stundensatz ist bei Freelancern meist tiefer. Laut dem Schweizer Stundensatz-Leitfaden von Magic Heidi liegen Webentwickler bei CHF 80 bis 200 pro Stunde, Agenturen laut Beyondweb bei CHF 120 bis 250. Entscheidend ist der Gesamtaufwand und wer Texte, Design und Technik zuverlässig abdeckt.

Warum sind Angebote für dieselbe Website so unterschiedlich?

Weil oft nicht dasselbe verglichen wird. Unterschiede entstehen bei Texten und Bildern, Design (Vorlage oder individuell), Seitenzahl, Sprachen, Formularen, Anbindungen, Datenschutz-Konfiguration und Betreuung nach dem Start. Ein Angebot ohne Leistungsbeschreibung lässt sich nicht vergleichen.

Ist ein Baukasten wie Wix oder Squarespace die günstigere Wahl?

Für sehr kleine Auftritte, die Sie selbst pflegen, kann ein Baukasten reichen. Die monatlichen Gebühren laufen aber unbefristet weiter, und Ladezeit, Datenstandort und Umzug auf ein anderes System sind eingeschränkt. Über fünf Jahre gerechnet ist der Unterschied zu einer einmalig erstellten Website oft kleiner als erwartet.

Wie hoch ist das Risiko bei WordPress mit vielen Plugins?

Patchstack zählte 2025 rund 11 300 neue Schwachstellen im WordPress-Umfeld, davon 91 % in Plugins. Das Risiko ist handhabbar, wenn Updates regelmässig eingespielt werden. Es ist aber ein laufender Aufwand, der in die Betriebskosten gehört.

Quellen

  1. Was kostet eine Website in der Schweiz? Preisvergleich 2026beyondweb.ch · Beyondweb GmbH · 2026
  2. Stundensätze für Schweizer Freelancer 2026magicheidi.ch · Magic Heidi · 2026
  3. State of WordPress Security in 2026patchstack.com · Patchstack · 2026
  4. How much does web application development cost in Switzerland?edana.ch · Edana · 2026

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