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Prozessautomatisierung / Produktion

Produktionohne Informationslücken

Qualitätsprüfungen, Materialfluss und Schichtübergaben — durchgängig digital statt auf Zuruf.

Branchenkontext

Produktion & Fertigung in der Schweiz

Die Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie (MEM) beschäftigt rund 320'000 Personen und ist eine tragende Säule der Exportwirtschaft. Der Standort Schweiz steht für höchste Qualität, aber auch für hohe Lohnkosten — was den Druck zur Effizienzsteigerung durch Digitalisierung verstärkt. Gerade KMU in der Zulieferindustrie müssen sich zunehmend digital mit Grosskunden und Lieferketten vernetzen.

Digitaler Reifegrad
mittel
320'000
Beschäftigte in der Schweizer MEM-Industrie
Quelle: Swissmem
CHF 80 Mrd.
Exportvolumen der Schweizer Maschinen- und Elektroindustrie jährlich
Quelle: Swissmem
20–30%
Produktivitätssteigerung durch digitale Shopfloor-Systeme möglich

Typische Herausforderungen

Medienbrüche zwischen Planung und Produktion

Aufträge werden im ERP erfasst, aber auf dem Shopfloor mit ausgedruckten Laufzetteln abgearbeitet. Statusänderungen fliessen erst mit Verzögerung zurück ins System.

Manuelle Qualitätskontrolle

Qualitätsprüfungen werden auf Papierformularen dokumentiert. Die Rückverfolgbarkeit bei Reklamationen ist aufwändig und fehleranfällig.

Fehlende Maschinenvernetzung

Ältere Maschinen liefern kaum Daten über Auslastung, Stillstände oder Energieverbrauch. Entscheidungen werden auf Basis von Schätzungen statt Echtzeitdaten getroffen.

Komplexe Auftragsabwicklung

Individuelle Kundenanforderungen, Varianten und Kleinserien machen die Produktionsplanung komplex. Ohne digitale Unterstützung entstehen Engpässe und Lieferverzögerungen.

Das Problem

Qualitätsprotokolle werden handschriftlich geführt, Schichtübergaben finden mündlich statt und Materialverbräuche werden erst rückwirkend erfasst. Zwischen Produktion, Lager und Büro fehlt der Echtzeit-Überblick.

Wenn die Maschine in Sekunden produziert, darf die Dokumentation nicht Stunden dauern.

Die Lösung

Die administrativen Prozesse rund um die Fertigung werden digitalisiert und automatisiert — von der Auftragsfreigabe über die Qualitätskontrolle bis zur Schichtübergabe. So bleibt das Team auf dem Shopfloor statt im Büro.

Anwendungsfälle

So wird es konkret

Digitale Qualitätsprüfungen

Prüfchecklisten werden am Tablet oder Terminal ausgefüllt. Messwerte ausserhalb der Toleranz lösen automatisch eine Eskalation aus — inkl. Foto-Dokumentation, Chargenzuordnung und Benachrichtigung der Qualitätssicherung.

100% lückenlose Rückverfolgbarkeit pro Charge

Automatisierte Fertigungsaufträge

Aus Kundenbestellungen werden Fertigungsaufträge generiert, mit Stücklisten abgeglichen und der Produktion zugewiesen. Materialverfügbarkeit wird automatisch geprüft, fehlende Teile werden nachbestellt.

60% weniger manuelle Auftragserfassung

Echtzeit-Materialverfolgung

Materialentnahmen und -zugänge werden direkt an der Produktionslinie erfasst. Lagerbestände aktualisieren sich automatisch, Mindestbestände lösen Bestellvorschläge aus.

Lagerbestand jederzeit auf ±2% genau

Strukturierte Schichtübergabe

Am Ende jeder Schicht wird ein digitales Übergabeprotokoll erstellt: offene Aufträge, Maschinenstatus, Qualitätsauffälligkeiten, Sicherheitshinweise. Die Folgeschicht startet informiert statt fragend.

30 Minuten weniger Anlaufzeit pro Schichtwechsel

Nicht irgendeine Lösung.Sondern Ihre Lösung für Produktion.

01

Durchgängige Rückverfolgbarkeit

Vom Rohmaterial bis zum Endprodukt ist jede Charge, jede Prüfung und jeder Bearbeitungsschritt dokumentiert. Bei Reklamationen oder Audits stehen alle Daten sofort bereit.

02

Weniger Stillstand durch Wartungsplanung

Maschinen-Wartungen werden automatisch auf Basis von Betriebsstunden oder Kalenderdaten geplant. Techniker erhalten rechtzeitig Aufgaben, bevor ein ungeplanter Ausfall den Betrieb stoppt.

03

Qualitätsprobleme sofort erkennen

Automatische Grenzwertüberwachung meldet Abweichungen in Echtzeit. Fehlerhafte Chargen werden gestoppt, bevor sie weiterverarbeitet oder ausgeliefert werden.

04

Papierloses Shopfloor-Management

Checklisten, Rapporte und Protokolle werden digital erfasst. Das spart nicht nur Papier, sondern macht Daten sofort auswertbar — für KPIs, Audits und kontinuierliche Verbesserung.

05

Reibungslose Schichtwechsel

Digitale Übergabeprotokolle stellen sicher, dass keine Information verloren geht. Jede Schicht weiss exakt, wo die vorherige aufgehört hat — ohne Rückfragen oder Suchzeit.

Der Prozess

Von der Idee zur Umsetzung

01

Shopfloor-Analyse

Bestehende Abläufe auf dem Shopfloor werden beobachtet und dokumentiert. Wo wird noch mit Papier gearbeitet? Wo entstehen Wartezeiten durch fehlende Information?

Woche 1–2
02

Prozessdesign

Für die identifizierten Engpässe werden digitale Workflows entworfen. Schnittstellen zu ERP, MES oder Lagersystemen werden spezifiziert.

Woche 3–4
03

Pilotlinie

Die Automatisierung wird an einer Produktionslinie eingeführt und im laufenden Betrieb getestet. Feedback von Maschinenbedienern und Schichtleitern fliesst direkt in Anpassungen ein.

Woche 5–8
04

Rollout und Skalierung

Nach erfolgreicher Pilotphase werden die Workflows auf weitere Linien und Bereiche ausgerollt. Schulungen und Dokumentation begleiten die Einführung.

Woche 9–12

Weniger Papier.Mehr Produktion.

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FAQ

Häufig gestellte Fragen

Ja. Ältere Maschinen werden über einfache Sensoren, Handscanner oder manuelle Eingaben am Terminal eingebunden. Die Automatisierung beginnt dort, wo die manuelle Eingabe aufhört — bei Weiterleitung, Auswertung und Dokumentation.

Die Oberflächen werden für die Nutzung mit Handschuhen auf robusten Tablets oder Terminals optimiert. Wenige Klicks pro Vorgang, klare Symbole, keine Texteingabe. Das System muss einfacher sein als der Papierprozess — sonst wird es nicht genutzt.

Bestehende Stammdaten — Artikel, Stücklisten, Lieferanten — werden beim Setup importiert. Die Automatisierung synchronisiert sich laufend mit dem ERP, sodass keine Doppelerfassung entsteht.

Die Produktion läuft weiter — kritische Erfassungen können offline am Tablet zwischengespeichert und bei Verbindungswiederherstellung synchronisiert werden. Die Automatisierung ist ein Hilfsmittel, keine Abhängigkeit.

Gerade bei Kleinserien ist die Dokumentation pro Auftrag aufwändig. Die Automatisierung reduziert den Overhead pro Auftrag — egal ob 5 oder 5'000 Stück gefertigt werden.

Etwa zehn bis zwölf Wochen, inkl. Pilotphase auf einer Linie. Der Rollout auf weitere Linien geht deutlich schneller, weil die Grundstruktur steht und nur angepasst werden muss.